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Mit meiner künstlerischen Arbeit stelle ich die Frage danach, was ein Bild überhaupt sein oder bedeuten kann. Im Prinzip geht es darum, dass eine Vorstellung auf einen Bildträger, also auf Leinwand, Fotografie, Holz etc. übertragen wird. Ich benutze Worte und/oder Buchstaben, also Zeichen, die eher aus dem Sprachgebrauch stammen, als dass sie etwas abbilden. Ich kann sie mit Farben verbinden, mit Fotografien, Objekten und anderen Materialien, wähle ein Format aus, einen Rahmen oder keinen. Mit diesen Mitteln mache ich meine Aussage, die mehr ist als das Konglomerat ihrer Mittel: aus ihnen entwickelt sich die Vorstellung in meinem Kopf. Welche Ideen meine Arbeiten bei den Betrachtenden provozieren, sei ihrem Temperament überlassen. Ich möchte, dass man meine Bilder und Objekte als Anlass betrachtet, bewusst wahrzunehmen und eigene Auffassungen zu entwickeln. Eine offene Serie wie die meiner A-und O-Tafeln bietet unendlich viele Möglichkeiten. Ich habe mich hierbei in der Wahl meiner Aussagemöglichkeiten eingeschränkt : - zwei Buchstaben, ein gleich bleibendes Format und 3 sehr klare, einfache Typografien - Kolorit, Größe und Anordnung der Buchstaben bieten immer wieder neue Variablen. Man kann A und O als Alpha und Omega , Anfang und Ende wie Werden und Vergehen lesen. Mit demselben Recht kann man Bild und Zeichen als Dreieck, Kreis/Oval und Viereck sehen, die im Verhältnis zueinander Spannung erzeugen. Die Wahrnehmung in Bewegung zu versetzen und zugleich wahrzunehmen – FÜR wahr zu nehmen - dass intensives Wahrnehmen immer Bewegung bedeutet, formuliert im Wesen(tlichen) mein Tun.
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